Peter Schellenbaum

(Auszug aus Wikipedia)

Peter Schellenbaum (* 30. April 1939 in Winterthur) ist ein Schweizer Psychoanalytiker und Sachbuchautor, der die psychotherapeutische Methode der Psychoenergetik (auch: Leib-Psychotherapie) begründete, welche eine konsequente Integration von psychischen und körperlichen Prozessen anstrebt.

Peter Schellenbaum hat Theologie studiert und als Studentenpfarrer in München gearbeitet. Er liess sich später am C.-G.-Jung-Institut in Zürich in Analytischer Psychologie ausbilden und wirkte dort als Lehranalytiker, Studienleiter und Dozent. Seit 1993 betreibt er ein Ausbildungs- und Therapieinstitut in Orselina/Locarno, Schweiz.

Peter Schellenbaum erweitert den tiefenpsychologischen Ansatz von C. G. Jung um die Dimension des Körperlichen. Daraus entwickelte er die Methode der Psychoenergetik oder Leib-Psychotherapie. Die Werke von Peter Schellenbaum erschließen diese Methode eher fragmentarisch und prozesshaft. Zentrales Motiv ist die «Verlebendigung» als Ansatz, Prozess und Ziel therapeutischen Wirkens. «Psychoenergetik führt zur Erfahrung und Einsicht, dass alles – wirklich alles – was ein Mensch gerade tut, sagt, in Bildern oder Gebärden ausdrückt, mag es noch so verschroben oder krank erscheinen, eine Energiequelle, seine einzige derzeitige Energiequelle bildet, sofern er es mit spürendem Bewusstsein tut, sagt, ausdrückt, also mit sich selbst einverstanden ist» (Schellenbaum 1992, S. 56).

In der therapeutischen Umsetzung setzt Schellenbaum schwergewichtig auf Gruppentherapien. In diesem Rahmen führt er so genannte «Spontanrituale» durch, innerhalb derer sich «Energiesignale» als Wegweiser zur eigenen Lebensspur artikulieren und nutzbar gemacht werden können. In Resonanz mit dem «Selbstinitianden» (Klient) begleitet die psychologische Fachperson diesen Weg in großer Zurückhaltung (Gebot der Non-Direktivität). Zentral ist dabei die Gleichzeitigkeit spürender Achtsamkeit bei Therapeut und Klient («Spürbewusstsein ist mentale Selbstberührung: sich in Richtung des Energiepunktes vor- und hineintastendes, waches Spüren».(zitiert nach Peter Schellenbaum)

Veröffentlichungen

    * Das Nein in der Liebe. 1984, ISBN 3-7831-0754-7, ISBN 978-3-423-35023-5
    * Abschied von der Selbstzerstörung. 1987, ISBN 3-423-15078-5, ISBN 3-423-35016-4
    * Die Wunde der Ungeliebten. 1988, ISBN 978-3-423-35015-0
    * Träum dich wach. 1988. ISBN 978-3-423-35156-0
    * Tanz der Freundschaft. 1990, ISBN 978-3-423-35067-9
    * Homosexualität im Mann. 1991, ISBN 3-466-30319-2
    * Nimm deine Couch und geh! 1992, ISBN 978-3-423-35081-5
    * Aggression zwischen Liebenden. 1994, ISBN 978-3-423-35109-6
    * Die Spur des verborgenen Kindes. 1996, ISBN 3-455-08587-3, ISBN 3-423-35144-6
    * Gottesbilder. 1996, ISBN 978-3-423-34079-3
    * Im Einverständnis mit dem Wunderbaren. 2000, ISBN 978-3-423-34015-1
    * Die Energie des Lebens spüren. Wie Heilung geschieht. 2003, ISBN 978-3-451-05394-8
    * Ja aus Liebe. 2004, ISBN 978-3-466-36652-1